Klassik OpenAir im Jagdschloss Grunewald 2016
Klassik OpenAir im Jagdschloss Grunewald

Klassik OpenAir im Jagdschloss GrunewaldWerke von Edvard Grieg

Das Klassik Open Air im Jagdschloss Grunewald findet bereits zum 11. Mal statt. In diesem Jahr gastiert das Orpheus Ensemble unter der Leitung von Stefan Meinecke unter freiem Himmel mit Werken des naturverbundenen norwegischen Komponisten Edvard Grieg.
Grieg liebte seine Heimat, die raue Natur, die Geschichten und die norwegische Volksmusik, auf welche er in seinen Kompositionen immer wieder und gern zurückgriff. Sein Ziel war es, Musik zu komponieren, die auch den einfachen Menschen gefällt und sie berührt. Und trotzdem hatte er große Ambitionen. - Beides gelang ihm. Er gehörte zu den Künstlern, die bereits zu Lebzeiten Bekanntheit und Beliebtheit erlangten. International wurde er vor allem für seine großen Orchesterwerke wie die Vertonung von Ibsens "Peer Gynt", das Klavierkonzert in a-Moll und die Holberg-Suite gefeiert. Popularität verschafften ihm aber vor allem auch seine kleineren Werke; die "Morgenstimmung" ist ein gutes Beispiel dafür.

In Berlin gibt es für Edvard Griegs Musik wohl kaum einen passenderen Ort als das Jagdschloss Grunewald. Wasser und Wald erwecken Assoziationen an märchenhafte Sagengestalten, Trolle und Elementarwesen, die sich in unberührter nordischer Natur aufhalten.Das Ambiente vermittelt eine Vorstellung von Griegs Komponierhäuschen „Troldhagen“ direkt am Fjord Nordåsvannet gelegen. Die Kulisse des am See gelegenen Schlosses bietet die nötige Offenheit für die impressionistischen Spiele der Natur: Wind und Wolken, die Färbung des Himmels sowie die Spiegelungen der Wolken und des Mondes im See. Hier zeichnet die Natur zusätzlich zur Musik ihr ganz eigenes Kunstwerk.
Zur Aufführung gelangen an diesem Abend drei der bekanntesten Werke Edvard Griegs.

Edvard Grieg fand im Lied die perfekte Ausdrucksform. Seine Lieder folgen der Sprachmelodie und sind oft schlicht, klar und volkmelodienreich gehalten. In seiner Cousine und Ehefrau Nina Hagerup, einer norwegisch-dänische Sopranistin, fand Grieg eine herausragende Interpretin. An ihrer Seite tourte er durch ganz Europa. Und nach seinem Tod 1907 kümmerte sie sich um sein musikalisches Erbe. 
Ähnlich wie bei Robert Schumann stellten sich beide Familien vehement gegen eine Hochzeit. Ninas Mutter schrieb an ihre Tochter: „Er ist nichts, er hat nichts und er schreibt Musik, die niemand hören will.“ - Schwiegermütter können sich täuschen. Griegs Lieder gehören heute wie damals zu den großen und gern gehörten Kompositionen der späten Romantik.
Die Sinfonischen Tänze op. 64 waren das erste Orchesterwerk, in welchem Grieg Melodien seiner Heimat für die große Bühne bearbeitete.
Er machte sich auf Reisen in die Provinz, um seinen Landsleuten die Melodien abzulauschen. Das wohl populärste Ergebnis dieser Arbeit ist die Schauspielmusik zu Peer Gynt op. 55. Grieg war der Meinung, seine Musik zu Peer Gynt würde außerhalb Norwegens nicht akzeptiert werden. Er stellte daher 1891 aus dieser Musik unter Verzicht auf Dialoge und Gesang die Orchestersuiten zusammen.

Programm
5 Lieder für Sopran und Orchester
Sinfonische Tänze op. 64
Peer Gynt Suite Nr. 2 op. 55

Mitwirkende
Elene Khonelidze - Sopran
Orpheus Ensemble Berlin
Stefan Meinecke – Dirigent

Veranstaltungsablauf
• Einlass und Catering ab 18:00 Uhr, Alphornklänge
• Schlossbesuch mit Cranach-Ausstellung inklusive
• Konzertbeginn 19:00 Uhr
• Konzertende gegen 21:45 Uhr
• zwei Pausen à 30 Minuten mit Catering

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.openair-grunewald.de

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturradio des RBB als Medienpartner.
In Kooperation mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

 

 

Jagdschloss Grunewald
Hüttenweg 100 (am Grunewaldsee)
14193 Berlin

Die Veranstaltung findet auf dem Schlosshof statt.

Weitere Informationen zum Ort

Eintritt: 33 Euro / *ermäßigt 18 Euro / Kinder bis 10 Jahren 10 Euro
* ermäßigten Eintrittspreis erhalten Schüler, Studenten, Schwerbehinderte, Berlinpass-Inhaber

Tickets hier, telefonisch unter 030.4799 7474, an allen bekannten Theaterkassen

freie Platzwahl | 650 Sitzplätze

  • bedingt rollstuhlgeeignet

außer Schlossbesichtigung

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